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„Vertrauen in die Zukunft und den eigenen Weg.“

„Vertrauen in die Zukunft und den eigenen Weg.“

 

Auf der COPETRI CONVENTION wird Daniel Vonier über „Unlearning Hierarchy“ sprechen. Im Interview erzählt er, warum dieses Thema für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen entscheidend ist. Er erläutert, wie sich die Bereiche People, Transformation und Innovation enger verbinden lassen und teilt seinen Tipp für persönliche Entwicklung in der VUCA-Welt.

DANIEL, WIE KANN ES UNTERNEHMEN GELINGEN, DIE BEREICHE INNOVATION, TRANSFORMATION UND PEOPLE MANAGEMENT STÄRKER ZU VERZAHNEN?

Als großer Fan und Verfechter von Netzwerkorganisationen und Communities bin ich überzeugt, dass die Orchestrierung und Kuratierung informeller Netzwerke der größte Hebel zur Verzahnung dieser sonst eher in Silos abgegrenzten Bereiche ist. Dazu benötigen Menschen einen gemeinsamen Nordstern, einen geteilten Sinn und Zweck, der sie motiviert, über abgesteckte Bereiche hinwegzuarbeiten und sich kontinuierlich auszutauschen.

WELCHEN BEST-PRACTICE-TIPP HAST DU DAFÜR AUS DEINEM EIGENEN ARBEITSALLTAG?

Stets einen gewissen Anteil seiner Zeit mit Menschen zu verbringen, die aus anderen Lebens- und Organisationsbereichen kommen als ich selbst. Das ist eine enorme Bereicherung des eigenen Horizonts. Aber Vorsicht: Es ist nicht immer so angenehm, wie wenn man sich nur mit Gleichgesinnten umgibt – es lohnt sich aber!

AUF DER COCON22 WIRST DU ZUM THEMA „UNLEARNING HIERARCHY“ SPRECHEN. WARUM IST ES WICHTIG, HIERARCHIEDENKEN ZU „VERLERNEN“?

Hierarchien sind nicht grundsätzlich gut oder schlecht. Aber es ist entscheidend für das Überleben unserer Organisationen, dass wir über ihre Begrenzungen hinauswachsen. Um in Zeiten steigender Komplexität zu bestehen, müssen Menschen, Teams und Organisationen anpassungsfähiger werden. Dazu müssen wir Hierarchien flexibler gestalten, Führung verteilen und uns vernetzter organisieren.

 

WIE GELINGT ES DIR SELBST, DICH IN DER AGILEN WELT IMMER WIEDER AUF NEUE SITUATIONEN UND ANFORDERUNGEN EINZUSTELLEN?

Zunächst denke ich nicht, dass die Welt agil ist. Sie ist komplex, sehr ambiguitäts-geladen und ändert sich schnell. Um als Mensch in diesem Umfeld agil – ich bevorzuge allerdings das Wort „anpassungsfähig“ – zu bleiben, versuche ich loszulassen und mit dem Fluss zu gehen. Ich setze auf Vertrauen, dass die Dinge einen Lauf nehmen, der lehrreich und bereichernd ist, und mich als Person reifer macht.

 

WAS WAR IN DIESEM ZUSAMMENHANG DEINE LETZTE „LESSON LEARNED“ UND WIE WENDEST DU DAS GELERNTE JETZT AN?

Ich habe im letzten Jahr beschlossen, mich als Personal- und Organisationsentwickler und New-Work-Experte in die Selbständigkeit zu begeben, ohne diese Entscheidung bis ins letzte Detail zu durchdenken. Es hat sich einfach richtig angefühlt. Ein paar Woche später kann ich nur sagen: die beste Entscheidung zum aktuellen Zeitpunkt. Ich berate und begleite ganz unterschiedliche und spannende Projekte für Scale-ups sowie gleichzeitig für Konzerne. Die Vielfalt an Menschen, Teams und Organisationen motiviert mich extrem. Die Ko-Kreation mit den Kunden und Kundinnen erzeugt starke Ergebnisse und es begeistert mich zutiefst, meine Erfahrung und Expertise in all diese Kontexte einzubringen. Meine Lesson Learned dabei: Dinge emergent entstehen zu lassen, bedeutet manchmal, ein Risiko eingehen und sich der Kontrollillusion zu entsagen. Aber es birgt auch das Potential, dass ganz wunderbare Dinge entstehen.

 

Daniel, vielen Dank für das Gespräch!  

Triff Daniel persönlich auf der COPETRI CONVENTION am 31.05./01.6.2022
im Fredenhagen in Frankfurt/Offenbach.
 

 

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