TRANSFORMATIONSPROJEKTE: KULTUR HAT PRÄGENDEN EINFLUSS

Lifehacks für das nächste Transformationsprojekt – wer wünscht sich das nicht? Genau diese Tipps hält die Session „Wenn es mal wieder länger dauert – 5 Lifehacks für (kulturelle) Transformationsprojekte in Unternehmen“ von Sara Parr auf der DIGICON24 bereit. Sie teilt ihre Learnings aus drei Jahren Kulturwandel.

Sara Parr auf der DIGICON

Häufig werden die beiden Begriffe Transformation und Change synonym verwendet. Dabei gibt es durchaus Unterschiede: Ob neue Büros, neue PCs oder neue Kollegen im Team – Change ist schlicht eine Veränderung und kann sich auf ganz viele Themen beziehen. Ein Change umfasst selten den kompletten Dreiklang Kultur, Struktur und Strategie. Letztlich ist jeder Transformationsprozess ein komplexer, multidimensionaler Change-Prozess, der wieder aus einer Vielzahl von Change-Projekten besteht, die sich wechselseitig beeinflussen.

Transformationsprojekte betreffen Strategie, Kultur und Struktur

Unter Transformation versteht Sara, dass sich die genetische Grundstruktur eines Unternehmens oder eines Systems verändert und es sich neu erfindet: Wenn zum Beispiel der Autohersteller sich zum Elektro-Mobilitätsanbieter transformiert. Ein solch fundamentaler Wandel betrifft alle drei Ebenen von Unternehmen oder Abteilungen: Strategie, Kultur und Struktur. Und die Menschen? Sie müssen sich und ihr Verhalten neu definieren und eine neue Identität entwickeln – zumindest auf ihre Funktion in der Organisation bezogen. Das bringt auch Herausforderungen mit sich. 

Herausforderungen bei Transformationsprojekten 

  • Keine Klarheit darüber, wann wir von Change und wann von Transformation sprechen 
  • Agieren in Transformationen wie in einem Change-Projekt  
  • verschiedene Veränderungs- beziehungsweise Transformationsprojekte zur selben Zeit und damit häufig eine Überforderung der Organisation  
  • Zu viel reine Kommunikation und zu wenig echte Arbeit am System und der Organisationsarchitektur beziehungsweise den Strukturen  
  • Der Wunsch nach dem „richtigen“ Fahrplan und den „richtigen“ Meilensteinen, statt einer adäquaten prozessualen Vorgehensweise in der Transformation  
  • Zu wenig Ressource, Zeit und Fokus und damit zu wenig Momentum und Durchhaltevermögen

Transformationsprojekte: Key Takeaways und Lifehacks 

  • Transformation ist kein zeitlich begrenztes Projekt, sondern eine Entscheidung für die Zukunft 
  • Für Transformation gibt es kein „one size fits all“-Fahrplan, sondern nur eine adäquate prozessuale Architektur mit regelmäßigen „Plan-Do-Check-Act“-Haltepunkten 
  • Transformation geht nur mit voller Kraft voraus – dafür braucht es Zeit, Ressourcen, Durchhaltevermögen und Fokus 
  • Transformation ist kein Hobby-Projekt von ein paar New-Work-Experten – es geht nur in enger Zusammenarbeit mit dem Top-Management 
  • Transformation braucht Menschen und die Arbeit am System, eine Einheit alleine wird’s nicht richten 

Bridging Perspectives bei Transformationsprojekten 

Keine Einheit, kein Projekt, keine Person kann Transformation in einer Organisation allein gestalten. Dafür braucht es immer die Menschen und die gesamte Organisation. Daher ist der People-Bereich für Transformationsprojekte enorm wichtig. Ohne People keine Transformation. 

Sara Parr auf der DIGICON

Über Sara Parr

Sara ist Kommunikatorin und Expertin für Change und Organisationsentwicklung. Als Beraterin und Facilitatorin gestaltet sie komplexe Transformationsprozesse rund um crossfunktionale Zusammenarbeit, Corporate Learning und Leadership. Seit Anfang des Jahres leitet sie in der R+V Versicherung das Team Transformation und Live-Kommunikation. Sie ist verantwortlich für die Konzeption, Gestaltung und Orchestrierung verschiedener Formate und Großgruppenevents zur Begleitung der Transformation. 

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