Zahl der Woche: Der Glückspokal geht zum 6. Mal an Finnland

Finnland glücklich

Zum sechsten Mal hintereinander hat der World Happiness Report FINNLAND zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Menschen aus 156 Ländern hatten an einer Umfrage teilgenommen und ihr subjektives Glücksgefühl auf einer Skala von eins bis zehn eingeordnet. Dabei liegen die nordeuropäischen Länder deutlich vorn. Auf Platz 2 befindet sich Dänemark, auf Platz 3 Island. Deutschland erreichte 2023 nur den 16. Platz – also noch ist etwas Luft nach oben. Was können wir von den skandinavischen Ländern lernen, damit auch wir glücklicher werden?  

Wer an Finnland denkt, denkt sicher auch an dunkle, kalte Winter, viel Wodka, die melancholischen Filme der Kaurismäki-Brüder – und die unmittelbare Bedrohung vom Nachbarn hinter der östlichen Grenze. Sicherlich denken wir aber auch an eine mit ihren 37 Jahren sehr junge Ex-Premierministerin Sanna Marin – und an beneidenswerte PISA-Ergebnisse. Fazit: Viel Licht, aber auch Schatten. 

Wie schaffen es die Finn:innen, so glücklich zu sein?

  •  Finnland hat einen funktionierenden Sozialstaat. Alle Menschen sind materiell abgesichert.  
  • Finnland schützt die Rechte von Frauen und Minderheiten, legt viel Wert auf eine egalitäre Gesellschaft. 
  • Finnland hat ein inklusives Bildungssystem. Kitas sind kostenlos.  
  • Finnland hat ein funktionierendes Anti-Korruptions-System.  

So, nun könnten wir sagen: Das ist natürlich sehr schön, dass die Politik so umsichtig ist, aber darauf habe ich als Individuum nicht viel Einfluss. Alle vier Jahre das Kreuz an der „richtigen“ Stelle zu machen, hilft nur bedingt. Daher die Frage: Was können wir uns von den einzelnen Finn:innen abschauen? Antworten haben wir auf dem Reise-Blog “FinnTouch” von René Schwarz gefunden. Er muss es wissen, denn er ist halber Finne.

Natur und Sauna für den Glücks-Kick

  • Finnen lieben es, Zeit in der Natur zu verbringen. Sie pflücken Beeren im Wald, sitzen am See und schauen stundenlang aufs Wasser. Das macht anscheinend glücklich.  
  • Finnen pflegen eine vornehme Zurückhaltung, sind eher introvertiert. Sich in den Mittelpunkt zu spielen, gilt als unschicklich. Miteinander schweigen können – das lieben die Finn:innen. Wobei sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen. Wenn etwas gesagt werden muss, tun sie es einfach.  
  • Wenn die Musik ins Spiel kommt, ist Schluss mit der Zurückhaltung. Das älteste Tangofestival Finnlands zählt mehr als 100.000 Teilnehmer. Jüngere Leute zieht es auf die Heavy-Metal-Festivals. Unabhängig vom Alter ist Karaoke sehr angesagt.  
  • Mindestens einmal pro Woche, wenn nicht gar dreimal, gehen Finn:innen in die Sauna. Das ist gut für die Gesundheit, baut Stress ab, stärkt das Gemeinschaftsgefühl. 

Sauna, Tango, Beeren pflücken, Ehrlichkeit – das sind vielleicht doch ein paar Anregungen, dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben. Einfach mal ausprobieren!

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