Teile unseren Beitrag auf Social Media!

Gründer:innen werden insgesamt jünger

 Trend: Zahl der Gründerinnen steigt

Der aktuelle Gründungsmonitor der KfW zeigt, dass wieder mehr Frauen und jüngere Menschen Start-ups gründen und den Schritt in die Selbständigkeit gehen. Interessanter Fakt: Die Zahl der Gründerinnen stieg dabei überdurchschnittlich stark an. Es gründeten 25 Prozent mehr Frauen ein Unternehmen als noch im Jahr 2020!

Die Coronakrise hatte im Jahr 2020 für einen Rückgang der Gründungsaktivitäten gesorgt. Nun steigt die Zahl der Unternehmensgründungen wieder – im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf etwa 607.000 und kehrt damit wieder auf Vorkrisenniveau zurück. Damit steigt der Anteil der Gründerinnen auf 42 Prozent. Auch spannend: dazu trugen vor allem jüngere Frauen bei. Der Anteil der Gründerinnen unter 30 Jahren liegt bei 37 Prozent. Diese Tendenz ist gleichfalls bei männlichen Gründern vorhanden – auch dort lag der Anteil unter 30 Jahren bei 37 Prozent. Damit verschiebt sich die Altersstruktur deutlich hin zu niedrigeren Altersklassen. 

Der Gründungsmonitor der staatlichen Förderbank KfW wird jährlich erhoben und basiert auf einer repräsentativen Umfrage von rund 50.000 Personen.

Internetbasierte Geschäftsmodelle beliebt

Ein weiterer Trend ist, dass es deutlich mehr digitale und internetbasierte Gründungen gibt. Die Corona-Pandemie hat die Schwächen traditioneller Geschäftsmodelle schonungslos offengelegt. Gründerinnen und Gründer haben darauf reagiert: Deutlich mehr Gründungen sind digital und internetbasiert. Mit Anteilen von 31 Prozent digitalen und 41 Prozent internetbasierten Gründungen gipfelten die bereits seit Jahren positiven Trends 2021 in ihren bisherigen Höchstwerten.

Noch keine Trendumkehr

Auch wenn die Tendenz zu einem größeren Frauenanteil und insgesamt jüngeren Gründern erfreulich ist, als Ausdruck von Mut, Dynamik und Innovationskraft in der Gesellschaft, so relativiert die Chefvolkswirtin der KfW Fritzi Köhler-Geib: „Allerdings befinden wir uns aufgrund des langjährigen Abwärtstrends auf einem sehr niedrigen Niveau.“ Die gestiegenen Energiepreise und die hohen Zinsen zwingen Gründer dazu, ihre Geschäftsideen genau zu überdenken. Chancen sieht Fritzi Köhler-Geib aktuell insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.

Weiterführende Infos gibt es im KfW-Gründungsmonitor 2022.

Das könnte dich auch interessieren.

Stagnierende Digitalisierung in Deutschland

Stagnierende Digitalisierung in Deutschland

Keine Zeit, kein Geld, fehlende Fachkräfte und eine insgesamt schwierige wirtschaftliche Lage drohen die Digitalisierung in vielen Unternehmen auszubremsen. Immer mehr Unternehmen planen ihre Investitionen in die Digitalisierung zurückzufahren

mehr lesen
Mediation: „Wir sollten Konflikte viel stärker thematisieren.“

Mediation: „Wir sollten Konflikte viel stärker thematisieren.“

Konflikte gibt es überall, wo Menschen zusammenkommen. Im Business können zwei Personen, aber auch ganze Teams davon betroffen sein. Dann unterstützt Antonia Jennewein als externe Mediatorin bei der Lösung. Im Interview erläutert sie, wie Mediation funktioniert und warum sich diese Investition für Unternehmen lohnt.

mehr lesen
Digitale Tools: Abschalten für mehr Produktivität

Digitale Tools: Abschalten für mehr Produktivität

Anwesenheit und Erreichbarkeit sind für viele Arbeitnehmer:innen Standard. Ausgerechnet die digitalen Tools zementieren diesen Anspruch. Dabei schaden Unterbrechungen der Produktivität. Die Omnipräsenz der digitalen Technologien und Medien führt im ungünstigsten Fall zu einer Negativspirale aus übermäßiger Kommunikation und Aufgabenzersplitterung. Unser Fokus sollte stärker auf ungestörtem Arbeiten liegen.

mehr lesen

Teile unseren Beitrag auf Social Media!