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Beim Circle Treffen in Frankfurt im Oktober klebte das Post-IT recht unscheinbar an der Metaplanwand zum Thema „Culture & Leadership“: „Servant Leadership!“ „Dienende Führung“ – ein Buzzword mit Ausrufezeichen? Lass uns mal schauen, was es damit auf sich hat.

Beschrieben wurde das Konzept 1970 in einem Essay von Robert K. Greenleaf mit dem Titel „The Servant As Leader“. Darin beschrieb er, dass erfolgreiche Führungskräfte aus einer dienenden Haltung heraus mit ihren Mitarbeiter:innen umgehen. Wertschätzung, Intuition, Weitsicht und Empathie prägen diesen Führungsstil.

Heute gilt dieses Wertfundament als unabdingbare Grundlage für agile Organisationen, denn es gibt den Teammitgliedern Raum für Eigenverantwortung. Es ist das Gegenteil von Command und Control: Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter:innen, der Teamzusammenhalt und die individuelle Entwicklung. Das stärkt den Teamgeist, fördert das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen und motiviert intrinsisch. 

Die Führungskraft als Steward

Servant Leadership ist allerdings nicht zu verwechseln mit Holokratie. Die Führungskraft definiert weiterhin die Ziele, leitet an und unterstützt. Ein enger, vertrauensvoller Kontakt mit den Mitarbeiter:innen ist dafür ebenso wichtig, wie das Wissen um den Projektstatus oder das Eingebundensein in Workflows. So fungiert die Führungskraft als eine Art „Steward“ und trägt die Gesamtverantwortung für die Handlungen und Leistungen des Teams.

Übrigens: Servant Leadership ist für Jedermann und Jederfrau – ganz unabhängig davon, ob du eine formale Führungsposition innehast, oder nicht.

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