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1) Wie können die Bereiche Innovation, Transformation und People Management stärker verzahnt werden?

Ich persönlich glaube, dass es für jede Art der Veränderung einen triftigen Grund geben muss. Mitarbeiter sollen sich auf eine Reise einlassen, teilnehmen und den Prozess aktiv mitgestalten können. Verantwortliche Führungskräfte und Unternehmensleiter müssen den “Reason Why” klar kommunizieren. Ich bin überzeugt, dass „Transformation“ schneller gelingt, wenn eine durch Vertrauen geprägte Führungskultur in Organisationen herrscht. Neben dem „Warum“ ist für mich ein „Wie“ auf Augenhöhe mit Mitarbeitern entscheidend, ob eine Verzahnung von Innovation, Transformation und People Management gelingt.

2) Welche drei Best Practice-Tipps hast du dafür aus deinem Arbeitsalltag für uns?

Ich habe für mich gelernt, dass Veränderung Zeit und Fokus benötigt – in der Vorbereitung und in der Umsetzung – und nicht einfach als „on top“ Projekt mitkommt. Es muss einen klaren „Driver“ im Management Board geben, der auf den Umsetzungserfolg achtet und sich selbst involviert. Zudem sind nicht alle Mitarbeiter gleich erfreut über Veränderung.

Das Abholen aus unterschiedlichen Startpositionen und auch das „Zeit geben“ ist unerlässlich – wie die Tatsache, dass man auf der Reise Mitarbeiter verlieren kann, die den Schritt nicht mitgehen wollen.

Erfolge werden viel zu selten gefeiert. Retrospektiven kommen häufig zu kurz. Projekterfolge und offene Wertschätzungsrunden, in denen man einander sagt, was gut gelaufen ist, geben viel Energie. Daher sind für mich die richtigen Methoden aus dem „Change-Tool-Kit“ für Innovations- und Transformationsprozesse letztendlich sehr entscheidend.

3) Wie gelingt es dir, dich immer wieder auf neue Situationen und Anforderungen in dieser schnelllebigen, agilen Welt einzustellen?

Aus dem Gründer-Alltag gesprochen: Wenn die alteingebrachten Management-Werkzeuge ihre Wirksamkeit verlieren, bedarf es neuer Methoden und den Mut diese auszuprobieren. Wie sollen Entscheidungen getroffen und könnten Führungsrollen aufgeteilt werden? Welche Projektmanagement Methode soll in komplexen Kundenprojekten angewandt werden? Es gibt mehrere Ansätze. Wir haben z.B. Ansätze aus der Soziokratie 3.0 in unserer Organisation eingeführt und lernen täglich.

4) Was war deine letzte Lessons Learned und wie wendest du das Gelernte jetzt an?

Wir haben unsere Strategie für die kommenden drei Jahre der gesamten Organisation (50 Mitarbeiter) virtuell präsentiert, diskutiert, Ideen generiert und so eine Basis geschaffen, die neue Strategie in den Alltag zu integrieren. Was wir gelernt haben? Es funktioniert gut, alle Mitarbeiter einzubinden. Wir werden daraus wöchentliche einstündige Fokus-Sessions wichtiger strategischer Projekte allen Mitarbeitern vorstellen und weiter mit der Organisation diskutieren.

0,5) Perspektiven verbinden bedeutet für mich…

… für mich neben Prozessen, Struktur und Methoden vor allem Vertrauen.

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