Teile unseren Beitrag auf Social Media!

Lifelong learning is here to stay!

Die Fähigkeit und Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen, war in der Geschichte noch nie so wichtig wie heute. Die digitalen Technologien verändern und beschleunigen die Entwicklungen enorm. Organisationen und unsere Arbeit wandeln sich grundlegend. Neues relevantes Wissen und neue Kompetenzen sind für uns alle erforderlich, nicht nur, um mit den Entwicklungen Schritt halten zu können, sondern um sie auch aktiv gestalten zu können. Voraussetzung für kontinuierliches Lernen ist ein offenes Mindset, um flexibel auf die Veränderungen zu reagieren.

Halbwertzeit von Wissen sinkt

Unser Wissen verliert ständig an Aktualität und Relevanz. Die Digitalisierung beschleunigt diesen Prozess erheblich, so dass die Halbwertszeit von Wissen immer kürzer wird. Das heißt auch, dass das erlernte Wissen aus Ausbildung oder Studium nicht für ein ganzes Berufsleben ausreicht.

IT-Wissen hat eine Halbwertszeit von etwa einem Jahr! Hochschulwissen hat eine Halbwertszeit von immerhin zehn Jahren, berufliches Wissen von fünf Jahren und technisches Wissen von etwa drei Jahren (Quelle: Innovationsmanagement, Vahs/Brem 2015, S.11). Kontinuierliches Lernen nimmt somit einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft, der Wirtschaft und entsprechend auch in Unternehmen ein. Lifelong Learning wird die aktuelle und zukünftige Arbeitswelt prägen.

 

Lernkultur und Veränderungsbereitschaft

Es reicht nicht mehr aus, sich Wissen nur anzueignen und fachliche Kompetenzen über klassisch organisierte Lernangebote zu erwerben. Heute geht es beim Lernen um viel mehr als um die Bildung, die wir der Schulen, Ausbildung und Studium erwerben. Wir müssen Wege finden, wie wir unser neues Wissen und neue Fähigkeiten in unsere alltäglichen Gewohnheiten einbauen, miteinander verbinden und mit anderen teilen.

    Zitat

    „Die Analphabeten des 21. Jahrhunderts werden nicht diejenigen sein, die nicht lesen und schreiben können, sondern diejenigen, die nicht lernen, verlernen und neu lernen können“ Alvin Toffler, Futurologe

    Lifelong Learning

    Es wird somit immer wichtiger, dass Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Kultur schaffen, in der dauerhaft Raum für Lernen, Weiterbildung, Wissenstransfer und Reflexion vorhanden ist. Lernprozesse, die Mitarbeitende dabei unterstützen, neue Fähigkeiten zu erlangen, sollten gefördert werden.

    Unternehmen werden sich zunehmend als lernende Organisationen verstehen und Strukturen schaffen, um Mitarbeitende für das kontinuierliche Lernen zu motivieren und zu begeistern. So entsteht ein echter Wertbeitrag für beide Seiten.-Unternehmen haben auch künftig die nötigen Skills an Bord und sichern so ihre Wettbewerbsfähigkeit.

     

    Welche Maßnahmen und Kompetenzen werden wichtiger?

    In der Diskussion um lebenslanges Lernen geht es auch darum, welche Skills für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidend sind. Dazu zählen vor allem:

    • Kontinuierliche Lernbereitschaft
    • Flexibilität, Offenheit und Neugierde
    • Eigenverantwortliches Lernen durch Literatur, Podcasts, Tutorials uvm.
    • Soziale Kompetenzen wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit
    • Zusatzqualifikationen, etwa im digitalen Bereich oder fachspezifisch

    Damit ihre Mitarbeiter:innen diese Kompetenzen erwerben und ausbauen können, sollten Unternehmen entsprechende Maßnahmen anbieten:

    • Networking & Community: Erfahrungsaustausch mit anderen auf Plattformen, Events, Kongressen uvm.
    • Wissenstransfer
    • Weiterbildungen, Seminare, Schulungen (unternehmensintern und -extern) für fachliche Qualifikationen
    • Training, Workshops, Coaching für sozialen Kompetenzen
    • Raum und Zeit für Reflexion
    Kultur für Lifelong Learning macht Arbeitgeber attraktiv

    Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels ist die Bedeutung der Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter:innen erheblich gestiegen. Eine starke Lernkultur wird für viele Kandidaten und Kandidatinnen zu einem wichtigen Entscheidungskriterium. Entwicklungspotenziale und Karrieremöglichkeiten zählen für viele Talente mehr als Gehalt oder andere materielle Faktoren.  Ein Unternehmen, das auf eine aktive Lernkultur setzt, kann daher leichter Mitarbeiter:innen finden und binden und den eigenen Personalbedarf langfristig sichern.

    Wenn du in aktuelle Themen & Trends rund um People, Transformation und Innovation  tiefer einsteigen möchtest, werde Member der COPETRI COMMUNITY und erhalte Zugang zu 50+ Stunden hochwertigem Video-Content! 

    DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN.

    Mentale Gesundheit: Tipps für mehr Superpower

    Mentale Gesundheit: Tipps für mehr Superpower

    Der Megatrend Gesundheit hat sich in den letzten Jahren immer tiefer in unserem Bewusstsein verankert. Er prägt mittlerweile sämtliche Lebensbereiche, auch die Arbeitswelt über Branchen und Unternehmen hinweg. Dabei steht die mentale Gesundheit der Mitarbeiter:innen immer mehr im Fokus.

    mehr lesen
    Claas Triebel: Von Berufen zu Kompetenzen

    Claas Triebel: Von Berufen zu Kompetenzen

    Das Konzept vom Beruf für‘s Leben gibt es nicht mehr. Die Arbeitswelt verändert sich rasend schnell und erfordert ständige Anpassung. Umso wichtiger ist es, die individuellen Kompetenzen zu kennen und weiterzuentwickeln. Claas Triebel arbeitet dabei mit dem SKATE-Modell. Im Interview erklärt er, wie dieser Ansatz hilft, Kompetenzen zu stärken.

    mehr lesen
    Ressourcen für Innovations-Ökosysteme fehlen

    Ressourcen für Innovations-Ökosysteme fehlen

    Als Vorstand und Moderator der Plattform für Innovation in Deutschland (PFID) treibt Markus Garn Innovationsthemen voran. Im COPETRI-Interview stellt er die „Cross“-Idee der Initiative vor und erklärt, warum Menschen und Bereiche zueinander finden müssen, die sich bisher nicht getroffen haben.

    mehr lesen

    Teile unseren Beitrag auf Social Media!