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Der rasante Wandel der vergangenen Jahre stellt neue Anforderungen an künftig benötigte Fähigkeiten. Klimawandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung – die großen Herausforderungen der Gesellschaft verlangen anspruchsvolle und komplexe Kompetenzen. Der Stifterverband und McKinsey & Company zeigen in zwei aktuellen Studien für die rund 500 Unternehmen sowie Institutionen der öffentlichen Verwaltung befragt wurden, auf, welche Future Skills in den kommenden Jahren zentral für die Unternehmen werden.

Technologie-Experten händeringend gesucht

Die Befragung zeigt, einen rasant zunehmenden Bedarf an Personen mit technologischen Kompetenzen: Bis 2026 werden mehr als 780.000 Personen mit Expertise in den Bereichen Data Analytics und KI bis hin zu Hardware-/Robotik-Entwicklung benötigt. Auch die Bereiche Quantencomputing, Wissen um IT-Architektur sowie Softwareentwicklung sind enorm wichtig.

Besonders für Deutschland sind Personen mit technologischen Kompetenzen von zentraler Bedeutung, denn etwa 25 Prozent der Bruttowertschöpfung stammen aus MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ohne MINT-Experten werden sich Herausforderungen wie Digitalisierung, Mobilitätswende und Klimawende nicht bewältigen lassen.

Was sind die Gründe, die zu diesem großen Bedarf an Fachkräften in Unternehmen und öffentlicher Verwaltung geführt haben? Die Studien nennen hier insbesondere die Digitalisierung und die verstärkte Anwendung von Künstlicher Intelligenz.

Future Skills, die an Bedeutung zunehmen

Neben diesen technologischen Kompetenzen wächst auch der Bedarf an weiteren sogenannten Future Skills.

Diese umfassen insbesondere Dialog- und Konfliktfähigkeit, ein ausgeprägtes Urteilsvermögen und Skills im Change Management.

Die Studie identifiziert insgesamt 21 Future Skills in vier Kategorien.

Die Kategorien umfassen: klassische Kompetenzen, digitale Schlüsselkompetenzen, technologische Kompetenzen und transformative Kompetenzen.

Future Skills

Transformative Kompetenzen nehmen für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle ein. Sie sind grundlegend, um gesellschaftliche Veränderungen – wie Klimawandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit –  gestalten zu können. Konkret geht es dabei zum Beispiel um die Fähigkeit, Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Informationsquellen beurteilen zu können, die Fähigkeit, Visionen entwickeln und andere Menschen davon überzeugen zu können, aber auch um die Fähigkeiten, Dinge zu hinterfragen und neue Ideen umsetzen zu können.

Erweiterte Studiengänge, Up- und Reskilling zur Deckung des Bedarfs

In Bezug auf den steigenden Bedarf an Tech-Expertern, haben die Hochschulen in Deutschland haben bereits reagiert und die Zahl der technologienahen Studiengänge in den vergangenen drei Jahren erheblich ausgebaut. Seit 2018 hat sich die Zahl spezialisierter Tech-Studiengänge von 111 auf 311 fast verdreifacht. Dieser Ausbau der Studiengänge in den technologienahen Studiengängen ist signifikant und trotzdem wird der massive Bedarf an Tech-Spezialisten allein durch mehr Absolventinnen und Absolventen nicht zu decken sein.

Dem Thema Up- und Reskilling von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Tech-Fähigkeiten wird daher in den kommenden Jahren eine zentrale Bedeutung zukommen. Unternehmen und öffentlichen Institutionen gehen davon aus, dass sie in den kommenden fünf Jahren jede achte Mitarbeiter:in Kompetenzen in der Softwareentwicklung oder IT-Architektur aneignen werden.

Unternehmen sollten außerdem die für sie besonders wichtigen Future Skills identifizieren und mit den vorhandenen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter abgleichen. Eventuelle Kompetenzlücken müssen geschlossen werden – durch Neueinstellungen und vor allem durch Qualifizierungen der Beschäftigten. Nur so können Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Unternehmen sollten dabei nicht einzeln agieren müssen – durch Kooperationen mit Hochschulen, EdTechs und weiteren Akteuren kann das Weiterbildungssystem ausgebaut werden.

 

Methodik: Die hier dargestellten Ergebnisse basieren auf einer im Juli und August 2021 online durchgeführten Befragung. Insgesamt haben sich 377 Unternehmen und 123 Behörden beteiligt. Befragt wurden leitende Angestellte und Personalverantwortliche zu ihren aktuellen Weiterbildungsstrukturen und den Future Skills. 

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