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Wie können die Bereiche Innovation, Transformation und People Management stärker verzahnt werden?

Aus meiner Sicht fußt Innovation besonders auf diesen beiden Faktoren – strukturierter Veränderung und den beteiligten Menschen.  

Je größer die Bereitschaft zu Veränderung im Unternehmen ist, desto innovativer kann es sein. Und dieser Wandel muss von allen mitgetragen und gelebt werden. Er muss vom Management vorgelebt und für alle Mitarbeiter erlebbar und verstehbar gemacht werden. Die Menschen müssen sehen und glauben, dass sie gehört werden und dass ihr Beitrag wertgeschätzt wird. Dafür braucht es Strukturen und Methoden, die die Zusammenarbeit und die Transparenz fördern. 

Innovation ist immer gemeinschaftlich, ein Zusammenspiel aus vielen guten Ideen aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Das Wissen dafür ist da, in vielen klugen Köpfen an den verschiedensten Stellen des Unternehmens. Wenn wir die Menschen und ihre Ideen zusammenbringen, über Grenzen und Zuständigkeitsbereiche hinaus arbeiten und Eitelkeiten ablegen, können wir ein gewaltiges Potenzial heben.  

Welche drei Best Practice-Tipps hast du dafür aus deinem Arbeitsalltag für uns? 

Weniger reden, mehr fragen und zuhören – auch mal den Moment der Stille aushalten, der entsteht, wenn jemand in eine neue Denkrichtung einbiegt.

Sich selbst treu bleiben und auch den anderen den Raum lassen, sich treu zu bleiben.

Mitarbeiter zusammenbringen, zum Beispiel durch abteilungsübergreifende Projekte und Workshops, Hackathons, Technologietage, Expertenrunden, Mystery Lunch oder Mystery Coffee.

Wie gelingt es dir, dich immer wieder auf neue Situationen und Anforderungen in dieser schnelllebigen, agilen Welt einzustellen?

Mir hilft esmich nicht an Pläne zu klammern. Ziele sind wichtig, aber Ziele sind auch immer im Fluss und dürfen sich ändern. Es gibt selten den einen richtigen Weg oder die eine Sichtweise, die wahrer ist als alle anderen. Und wenn man offen bleibt für neue Perspektiven und unerwartete Beiträge, kann man wunderschöne Überraschungen erleben. 

Bei veränderten Situationen oder Anforderungen, versuche ich, zunächst genau zuzuhören, zu hinterfragen und das „Warum“ zu verstehen. Dann kann ich gegebenenfalls nachjustieren, um Ziele und Beweggründe zusammenzuführen 

Was war deine letzte Lessons Learned und wie wendest du das Gelernte jetzt an? 

Bei meiner Arbeit zum Thema Technologietrends ist mir in letzter Zeit häufig aufgefallen, wie schwer es vielen Kollegen fällt, vom Tagesgeschäft umzuschalten auf Fragen, die sich mit der ferne(re)n Zukunft beschäftigen. Die akuten Probleme haben meistens Vorrang vor strategischen Fragestellungen – was in der Regel auch durchaus gute Gründe hat. Das habe ich nun bei jeden Gespräch im Hinterkopf und suche aktiv nach Wegen, das freie und kreative Denken zu unterstützen. 

Perspektiven verbinden bedeutet für mich… 

… sich selbst in verschiedene Perspektiven hinein versetzen zu können, um dann einen gemeinsamen Nenner und eine gemeinsame Sprache zu finden. 

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